Nach 6 Wochen mit dem Fahrrad unterwegs im hohen Norden sind wir endlich zurueck in der Zivilisation. Vor ein paar Tagen sind wir in Whitehorse, der Hauptstadt des Yukons, angekommen. Da Internetanschluss unterwegs sehr selten und teuer war, konnten wir unseren Blog nicht frueher aktualisieren.
Kurzer Flashback auf unser Abenteur der letzten Wochen:
Am 26. Juli satteln wir erneut unsere Fahrraeder und verlassen den Biohof auf dem wir 2 Wochen lang gelebt und gearbeitet haben. Der Abschied von unserer Gastfamilie und vor allem von den Kindern ist sehr emotional, aber die Wildnis des Nordens ruft uns... Am naechsten Morgen gehen wir an Bord der Faehre, die uns nach Prince Ruppert bringt, die noerdlichste Kuestenstadt von British Columbia. Von dort aus fuehrt uns die naechste Faehre in einer 2-Tages-Fahrt durch wunderschoene Landschaften in den kleinen Fischerort Haines, im Suedosten Alaskas. Der Grenzuebergang verlaeuft relativ problemlos, ausser das wir unsere aus Neuseeland stammenden Aepfel essen mussten (besser als wegwerfen), bevor wir an Bord durften ;-) Wir hatten riesiges Glueck mit dem Wetter, denn die Sonne schien ununterbrochen und somit hatten wir eine atemberaubende Aussicht auf die Berge, Gletscher und einige Wale. Normalerweise regnet es in dieser Gegend sehr oft.
Am 2. August beginnen wir unser 2000 km-Fahrradabenteuer durch einen Teil Alaskas und den Yukon. Kurz nach Haines (auf Hoehe des Meeresspiegels) geht es auf ueber 1000 m hoch in die Berge, um weiter noerdlich einige Tage spaeter den beruehmten "Alaska Highway" zu erreichen. Dieser fuehrt uns ca. 600 km lang nach Tok, wobei wir am Kluane Nationalpark entlangfahren, welcher Teil eines der groessten Naturschutzgebiete der Welt ist. Dieses Gebiet gehoert aufgrund seiner spektakulaeren Gletscher und seiner hohen Dichte an Grizzlybaeren, Karibus und Mufflons zum Unesco Welterbe. Leider haben sich diese Tiere gut versteckt, als wir dort vorbeikamen... :-) In Tok fuellen wir unsere Nahrungsmittelvorraete so ausgiebig wie moeglich auf (hauptsaechlich Nudeln, Reis, Suppen, Kaese und Schokolade fuer mindestens 6 Tage Autonomie), um uns dann auf den gefuerchteten "Top of the World Highway" zu begeben: eine Sand- und Schotterpiste, die nach Dawson City fuehrt. Viele haben uns vor den riesigen Bergen, den schlechten Strassenverhaeltnissen, dem moeglichen kalten Klima (wegen seiner Lage in ca. 1500 m Hoehe), den vielen Quads der Jaeger etc. gewarnt. Aber wir haben Glueck, denn das Wetter ist trocken und die Strasse somit gut befahrbar; die Jagdsaison scheint zu Ende zu sein und die Anstiege sind zwar anstrengend, hatten wir aber schlimmer erwartet. Ein grosses Loch im Reifen zwingt uns, die letzten 70 km per Anhalter zu fahren. Am 21. August kommen wir in Dawson City an, eine Stadt, die durch Jack London und den Goldrausch beruehmt wurde. Ende des 19. Jahrhunderts wuchs deren Bevoelkerung innerhalt eines Jahres von einigen Tausend auf 40.000! Wir bleiben eine Woche in Dawson, um uns etwas zu erholen und um die gut erhaltene Goldrauschatmosphaere zu geniessen.
Am 27. August geht es weiter in Richtung "Dempster Highway", eine 750 km lange Piste, die nach Inuvik fuehrt und dabei den Polarkreis kreuzt. Wir fahren aber nicht so weit, sondern nur bis km 71, inmitten des "Tombstone Territorial Parks". Wir schlagen unser Zelt auf dem kleinen sehr gemuetlichen Campingplatz auf und machen von hier aus Tages- und Mehrtageswanderungen. Hier im Norden ist inzwischen schon Herbst und die Landschaften, die uns umgeben, gehoeren zu den schoensten, die wir je gesehen haben! Ungaublich intensive Farben, wilde weite Taeler und atemberaubende Ausblicke (die Fotos sprechen fuer sich)! Uns gefaellt es so gut, dass wir eine Woche hier verbringen. Diesmal haben wir das Gefuehl, endlich mal zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zu sein, denn diese Herbstfaerbungen dauern hier nur ca. 2 Wochen.
Die folgenden 570 km bis nach Whitehorse, dem vorraussichtlichen Endpunkt unserer Fahrradtour (Runde) erscheinen uns sehr lang und sind manchmal echt schwierig. Das Wetter ist inzwischen ziemlich kalt geworden, der erste Nachtfrost ist da und vor allem werden die Landschaften etwas eintoenig (Huegel, Taeler und weite Waelder) und sind lange nicht so beeindruckend wie alles, was wir vorher gesehen haben. Die letzten 3 Tage sind besonders schwierig, denn es geht nochmals stetig nach oben, die Motivation sinkt stuendlich und zu allem Uebel gesellt sich noch ein sehr starker Gegenwind.
Diese 6 Wochen Fahrradabenteuer waren einmalig - wir haben so viel erlebt, warmherzige und beeindruckende Leute getroffen, die Naehe zur Natur extrem genossen: wir haben jede Nacht gecampt (meistens in der freien Natur), faszinierende Wanderungen unternommen, fast taeglich ein Lagerfeuer zum Waermen und Kochen gemacht und nicht zuletzt haben wir doch einiges ueber die Tiere und Pflanzen des Nordens gelernt. Der einzige Wermutstropfen ist, dass wir nicht so viele wilde Tiere gesehen haben, wie wir uns (besonders Nicolas) erhofft hatten. Wir dachten, dass wir mit dem Fahhrad doch recht leise waeren und somit mehr Tiere wie Elche, Karibus, Woelfe oder Baeren etc. "ueberraschen" und beobachten koennten. Aber ausser 3 Elchen und einigen Karibus haben sich die anderen gut versteckt bzw. was die Baeren betrifft, so haben wir offensichtlich einfach immer die richtigen Vorsichtsmassnahmen getroffen, so dass sie sich nie fuer uns oder unser Zelt interessiert haben. Was uns letztendlich natuerlich auch lieber ist. ;-)
Wir werden wohl eine Woche in Whitehorse bleiben und versuchen, unsere Fahrraeder zu verkaufen. Ausserdem wollen wir die naechsten Wochen unserer Reise planen, die uns vorraussichtlich gen Sueden (Rocky Mountains) und dann gen Osten fuehren wird.
Bis bald!
Hier nun endlich auch die ersten Kanada-Fotos: http://picasaweb.google.com/Sandra.Nicolas.auf.Weltreise/Canada17611909?feat=directlink
Salut a tous! Nous voici enfin de retour a la civilisation, apres 6 semaines a velo dans le grand nord. Il y a quelques jours, nous sommes arrives a Whitehorse, la capitale du Yukon. Les connections Internet etant tres rares et tres chers, il nous a ete difficile de vous donner des nouvelles durant tout ce temps.
Petit flash back sur notre aventure:
Le 26 juillet nous quittons la ferme sur laquelle nous avons travaille deux semaines. Adieux emotionnels avec notre famille d'acceuil et les enfants, mais l'appel du grand nord etait la. Le lendemain matin nous sommes embarques sur le ferry a destination de Prince Ruppert, la ville cotiere la plus au nord de la Colombie Britanique. De la nous embarquons sur un nouveau ferry de la "Alaska Marine Highway", qui en deux jours a travers des paysages fantastiques nous mene a Haines, petit port au sud-est de l'Alaska. Le passage de la frontiere des Etats-Unis s'est passe sans problemes majeurs, mis a part qu'on nous a fait mange nos pommes de Nouvelles Zelande (mieux que de les jeter) ;-) Nous avons eu une chance formidable, car il a fait soleil tout le trajet permettant d'avoir une vue epoustouflante sur les montagnes et les glaciers. D'apres l'equippage c'etait un temps exceptionnel, d'ordinaire il pleut beaucoup.
Le 2 aout c'est le grand depart pour 2000 km d'aventure a velo a travers l'Alaska et le Yukon. L'idee est de rejoindre la"Alaska Highway" plus au nord, pour cela il nous faut traverser les montagnes dont un col a plus de 1000 m sachant que nous partons du niveau de la mer. Puis, dans un second temps nous remontons l'Alaska Highway sur 600 km jusqu'a Tok. Ce faisant nous longeons le Kluane National Park qui fait partie de l'un des plus grand espaces naturels proteges du monde. Il est classe au patrimoine mondial de l'Unesco pour ses glaciers spectaculaires ainsi que ses importantes populations de grizzlis, mouflons et cariboux. Cela dit, ils ont du se cacher a notre passage... :-) A Tok nous faisons a nouveau le plein de la nourriture (notamment pasta, riz, soupes, fromage et chocolat pour une autonomie de 6 jours minimum) et nous prenons la redoutable "Top of the World Highway", une piste de terre et de gravier qui nous mene a Dawson City. Tout le monde nous a mis en garde sur la difficulte, mais nous sommes tetus. La route est reputee pour etre mauvaise et le climat peut etre rude, de plus, c'est l'epoque de la chasse, les quads sont de sortie. Nous avons la chance avec le temps, la piste est bonne, les chasseurs rares, seul les cotes nous donnent du fil a retordre. Le 21 aout nous sommes a Dawson City, la ville de Jack London et de la ruee vers l'or. A la fin du 19 eme siecle, la population passe de quelques dizaines a 40 000 en l'espace d'une annee! Un gros trou dans le pneu nous a oblige a faire du stop sur les derniers 70 km.
Nous restons une semaine a Dawson pour se reposer un peu et profiter de l'atmosphere d'epoque bien conservee.
Le 27 aout nous partons pour la "Dempster Highway", une piste de 750 km menant a Inuvik, au dela du cercle artique. Cela dit, nous n'allons pas si loin et nous arretons au km 71 en plein milieu du parc territorial des montagnes "Tombstone". Nous etablissons notre campement dans le petit camping tres sympa et faisons des randonnees a partir d'ici. Ici c'est l'automne et les paysages qui s'offrent a nous sont parmis les plus beaux que nous ayons vu. Des couleurs incroyables, des vallees sauvages et des vues a couper le souffle (les photos parlent mieux). Nous restons une semaine tant c'est magnifique. Pour une fois nous avons vraiment l'impression d'etre au bon moment au bon endroit. Les 570 km qui suivent pour rejoindre Whitehorse et "boucler la boucle" nous paraissent long et sont parfois durs. Le temps s'est refroidit, le premier gel est arrive, mais surtout, les paysages ne changent pas beaucoup et sont moins impressionants que ce que nous avons vu jusqu'a present: colines, grandes vallees et forets a perte de vue. Les trois derniers jours sont particulierement difficiles, beaucoup de cotes (Whitehorse etant plus haut que Dawson), un manque de motivation et surtout, un vent tres fort contre nous.
Ces 6 semaines d'aventure a velo ont ete riche en experiences, en rencontres; nous avons beaucoup apprecie la proximite de la nature: nous avons campe toutes les nuits, fait plusieures randonnees, cuisine aux feux de camp, appris des choses sur les plantes et les animaux sauvages. Notre seul regret et de ne pas avoir vu plus de vie sauvage. Nous avions pense qu'en voyagant a velo, nous serions silencieux et surprendrons de nombreux mammiferes (orignaux, caribous, mouflons, chevres des montagnes, loups, lynx, boeufs musques, bisons.... et bien sur ours noir et grizzlis). A part 3 orignaux et quelques caribous, les autres se sont bien caches.
Nous comptons rester une semaine a Whitehorse pendant laquelle nous allons essayer de vendre nos velos et de planifier la suite du voyage. Cela devrait nous emmener vers le sud et puis l'est. A bientot pour de nouvelles aventures!
Voici enfin nos premieres photos du Canada: http://picasaweb.google.com/Sandra.Nicolas.auf.Weltreise/Canada17611909?feat=directlink

1 Kommentar:
Ihr Lieben,
was für eine wunderschöne Landschaft. Es sieht so toll aus, ich freue mich so für euch, dass ihr eine so schöne Zeit habt. Und das habt ihr, wenn ich in eure glücklichen Gesichter schaue. Genießt diese wunderbare Zeit, lasst die Seele baumeln, nehmt alles mit, was ihr aufsaugen könnt. Trotzdem freuen wir alle uns, wenn ihr Ende des Jahres wieder nach Hause kommt.
Es drückt euch, eure Frauke
PS: Vielen lieben Dank wegen eurer lieben Worte. Die haben mir Kraft gegeben und mich dahin gebracht, wo ich jetzt bin.
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